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Interkulturelle Trainerzertifizierung: Das sagt unsere Absolventin Tina Horsky

Seit elf Jahren bilden die Carl Duisberg Centren interkulturelle Trainer*innen und Trainer aus. Viele der über 150 Absolvent*innen  haben sich damit den Weg zum Traumberuf geebnet und arbeiten heute als interkulturelle Trainer*innen. Einige gehen bei uns die ersten Schritte als Trainer*in. Manche bringen bereits Erfahrung als Trainer*innen oder Coach mit, die sie um den Aspekt interkulturelles Training erweitern wollen. So auch unsere Absolventin Tina Horsky. Ihre lange Auslandserfahrung und bisherigen Tätigkeiten im Business Development gaben ihr eine fundierte Grundlage, auf der sie ihre Trainerkompetenz vertiefen konnte.

Liebe Tina, du hast die Trainerzertifizierung durchlaufen. Was sind deine Top Learnings?

Das ist schwer, denn ich habe so viel während meiner Trainerzertifizierung gelernt habe.
 
1. Austausch schafft Verständnis
Interkulturelles Verständnis entwickelt sich am besten, wenn Menschen verschiedener Kulturen in der gemeinsamen Diskussion ihre kulturellen Eigenheiten und somit Unterschiede erarbeiten und diskutieren können. Interkulturelles Verständnis entwickelt sich durch aktiven Austausch. Wenn ich es schaffe, diesen Austausch im Training zu erreichen, ist bereits viel gewonnen!
 
2. Theorie muss nicht trocken sein
Ich finde es sehr spannend zu sehen, wie verschiedene theoretische Modelle helfen, unterschiedliche Blickwinkel auf kulturelle Eigenheiten zu werfen. Wenn man „theoretisches Modell“ hört, denken viele an praxisferne, langweilige Erörterungen zu einem Thema. In der Trainerzertifizierung haben wir gelernt, wie man solche Theorien auf spannende Art und Weise für alle Teilnehmer erarbeiten kann und dabei sehr viel über sich selbst und andere Kulturen lernt.

Dieser abwechslungsreiche Mix in der Methodik, gemischt mit lebensnahen Beispielen, macht ein langes Training kurzweilig und sehr interessant für die Teilnehmer. Das wurde uns während der Trainerzertifizierung mehr als einmal ans Herz gelegt und es bestätigt sich auch immer wieder in meinen Trainings.
 
3. Flexibilität ist Trumpf
Ein weiteres Learning, an das ich mich oft erinnere ist: „Bleib flexibel im Ablauf und stresse dich nicht, wenn nicht alles genau nach deinem Plan abläuft“. Manche Themen, von denen man denkt, sie nehmen viel Zeit in Anspruch, können plötzlich auch sehr kurz behandelt werden, während sich bei anderen wiederum längere hochinteressante Diskussionen ergeben.
 
4. Die eigene Rolle reflektieren
Ich fand es sehr wichtig, das eigene Auftreten als Trainerin genau zu reflektieren. Es klingt zwar selbstverständlich, aber die Energie des Trainers kann sich sowohl im Positiven als auch im Negativen auf die Teilnehmer übertragen, deshalb sollte man sein eigenes Auftreten auch während des Trainings immer wieder reflektieren und gegebenenfalls anpassen. Wenn man so im „Fluss“ ist kann das durchaus aus dem Blickwinkel geraten.

Wie hast du dich als Trainerin weiterentwickelt?

Ich denke, die Möglichkeiten sich heutzutage weiterzuentwickeln können kaum besser sein. Ich lese sowohl unterschiedlichste Bücher zum Thema als auch Studien oder Whitepapers, die ich online recherchiere und die frei zugänglich sind. Außerdem gibt es einige Expertinnen, denen ich auf Social Media folge. Manchmal schneiden sie das Thema „Interkulturelle Kommunikation“ nur an, aber es gibt oft sehr hilfreiche Impulse und andere Blickwinkel, die es lohnt, heranzuziehen. Ich denke, die Trainingshospitationen, die die Carl Duisberg Centren anbieten, sind auch eine wunderbare Möglichkeit sich weiterzubilden. In ein paar Wochen darf ich bei einer dabei sein und ich bin schon sehr gespannt, was mich hier genau erwartet.

Was macht für dich den Reiz des Trainerdaseins aus?

Ich lebe fast mehr als die Hälfte meines Lebens im Ausland. Meine Heimat ist zwar immer noch das schöne Bayern, aber die Liebe und das Leben haben mir die Welt darüber hinaus eröffnet. Nach sechs Jahren in Chicago/ USA, sechs Jahren in Zürich/ Schweiz und fast sechs Jahren in Tel Aviv/ Israel habe ich viele Erfahrungen gesammelt, die meinen interkulturellen Horizont geprägt und sicher auch erweitert haben.

Der Weg war nicht immer einfach, doch immer spannend. Ich muss etwas lachen, aber irgendwann dachte ich: Nun möchte ich die Theorie zu meinem Leben lernen. Was bedeuten Kultur, Werte und Identität eigentlich genau und wie prägen sie Menschen? Aber auch mit welchen Methoden, d.h., wie öffne ich Menschen für eine andere Kultur?

Das war der eigentliche Trigger mich als Trainerin ausbilden zu lassen und das macht auch den Reiz des Trainerdaseins für mich aus. Wenn ich vieles von dem, was ich heute weiß, vor 20 Jahren gewusst hätte, oder es aus einem anderen Blickwinkel betrachtet hätte... wahrscheinlich wäre mir Einiges etwas leichter gefallen.

Was hat dir bei der Trainerzertifizierung besonders gefallen?

Durch die sehr professionelle Herangehensweise und Wissensvermittlung der Trainer der Carl-Duisberg Centren habe ich persönlich bereits sehr viel gelernt. 

Aber unterm Strich ist es die Mischung aus praxisnahen Beispielen, der Theorie und vor allem den vielen methodischen Herangehensweisen und Übungen, die uns vermittelt wurden und mich sehr gut als Trainerin ausgestattet haben.

Na, und der Humor kam auch nie zu kurz. Wir hatten wirklich eine sehr nette und vielfältige Gruppe, die auch heute noch hier und da Nachrichten austauscht.

Das sagen Teilnehmer*innen über Tina Horskys Training:

Tina Horsky war vor wenigen Wochen ein erstes Mal als Trainerin für die Carl Duisberg Centren im Einsatz. Mit großem Erfolg, wie sich am Feedback einer Teilnehmerin ablesen lässt:

„Tina ist die geborene Trainerin. Ihre strahlenden Augen können selbst den gleichgültigsten Zuhörer in ihren Bann ziehen. Es ist schön, dass sie alles mit Herz macht und ihre Hilfe anbietet. Sie hat mir nicht nur geholfen, die Kultur besser zu verstehen, sondern auch auf emotionaler Ebene Balance zu halten und nicht in Verzweiflung zu verfallen. Tina ist eine ganz besondere Trainerin".

Im Juni startet der nächste Durchgang unserer erfolgreichen Zertifizierung. Um Ihre Fragen zu beantworten, bieten wir ein kostenfreies Webinar im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe an: Virtual HR Lunchdate am 17.05.2022 um 12:30 Uhr.

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