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10 Jahre Trainerzertifizierung: Das sagt unser Absolvent Thomas Willems!

Unsere Trainerzertifizierung feiert 2021 ihren 10. Geburtstag. In den letzten 10 Jahren haben wir über 150 Teilnehmer*innen bei ihrer Ausbildung begleitet. Viele haben sich damit den Weg zum Traumberuf geebnet und arbeiten heute als interkulturelle Trainer*innen.

Anlässlich unseres Jubiläums berichten uns Absolvent*innen von ihren Erfahrungen mit unserer interkulturellen Trainerzertifizierung.

Heute sprechen wir mit Thomas Willems, Vizedirektor des Deutsch-Chinesischen Hochschulkollegs an der Tongji-Universität Shanghai und Absolvent aus der ersten Gruppe der Onlinevariante der Trainerzertifizierung im Jahr 2021. Er erzählt uns, was ihn dazu bewegt hat, an der Trainerzertifizierung teilzunehmen und wie sie seinen Arbeitsalltag beeinflusst hat.

Die Trainerzertifizierung

1. Herr Willems, wie sind Sie damals auf die Trainerzertifizierung aufmerksam geworden?

Ich hatte mich schon länger für eine Trainerzertifizierung interessiert, weil ich mich methodisch weiterbilden wollte, um meinen Unterricht an der Hochschule professioneller zu gestalten. Daher habe ich im Internet recherchiert und verschiedene Anbieter verglichen. Die Carl Duisberg Centren sind renommiert, ich kannte sie bereits aus anderen Zusammenhängen. Wir haben z.B. Online-Deutschkurse für unsere chinesischen Studierenden von den Carl Duisberg Centren durchführen lassen. Ich fand den Inhalt der Zertifizierung gut durchdacht und das Angebot im Vergleich mit anderen Anbietern am überzeugendsten.

2. Welche Intention stand hinter Ihrer Teilnahme an der Trainerzertifizierung?

Einerseits wollte ich meine bisherigen interkulturellen Erfahrungen aus einer neuen (Trainer-)Perspektive reflektieren und didaktisieren, um die interkulturelle Kompetenz an unsere deutschen und chinesischen Studierenden weiterzugeben, denn nur durch das gegenseitige Verstehen werden Kommunikation und Kooperation möglich. Andererseits plane ich, mir durch die Zertifizierung als Trainer mittelfristig ein zweites Standbein aufzubauen.

3. Hatten Sie bereits vor Teilnahme an der Trainerzertifizierung einen „interkulturellen Hintergrund“?

Ja, ich habe nach meinem Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg eine Zeit lang in New York gelebt und war dann - nach dem Studium der Germanistik und des Deutschen als Fremdsprache - vierzehn Jahre lang in Asien an verschiedenen Hochschulen in Lehr- und Leitungspositionen tätig. Derzeit arbeite ich als Vizedirektor am Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg der Tongji-Universität in Shanghai, wo ich neben der Managementtätigkeit interkulturelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Deutschland- und Chinakompetenz für chinesische und deutsche Studierende unterrichte.

4. Was hat Ihnen bei der Carl Duisberg Trainerzertifizierung am meisten Spaß gemacht?

Die kurzweiligen, interaktiven und praxisorientierten Online-Seminare mit den motivierenden Trainerinnen haben mir viel Spaß gemacht und mir zahlreiche neue, kreative Methoden vermittelt. Ich erinnere mich zum Beispiel noch gut daran, wie wir als Vertreter unterschiedlicher Kulturen und Kommunikationsstile gemeinsam eine virtuelle Stadt bauen sollten. Ebenfalls sehr horizonterweiternd waren die zu lösenden Fallstudien (Geschäftsessen in China, internationales Team-Meeting) oder die lebenspraktischen Beispiele (Kulturelle Brille, Kulturstandards, 4-Ohren-Modell), die man auch im Alltag anwenden kann. Hinzu kam, dass wir eine kleine engagierte Gruppe von acht Leuten waren, die sehr harmonisch zusammenarbeitete und dabei viel Spaß hatte. Das Work-in-progress-Programm hatte das Ziel, aus allem Gelernten am Ende eine eigene Trainings-Stunde zu konzipieren und diese mit der Gruppe durchzuführen.

5. Warum sollte ich die Trainerzertifizierung bei den Carl Duisberg Centren absolvieren? Woran erkenne ich eine gute Trainerausbildung/-zertifizierung?

Die Carl Duisberg Centren haben als gemeinnützige und international tätige GmbH eine lange Geschichte und verfügen über sehr erfahrenes, hoch qualifiziertes Trainerpersonal. Dementsprechend viele Kompetenzen, Kontakte und Ressourcen stehen den Teilnehmenden zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es ein Alumni-Netzwerk, zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten und es besteht die Möglichkeit, in den Trainerpool der CDC aufgenommen zu werden, so dass man sein neu erworbenes Wissen und Können direkt in der Praxis anwenden kann. All diese Punkte machen in dieser kompakten Kombination für mich eine gute Trainerausbildung aus und bilden - soweit ich den Markt überblicken kann - ein Alleinstellungsmerkmal.

Im Berufsleben

6. Wie hat die Teilnahme an der Trainerzertifizierung Ihr (Berufs-)Leben beeinflusst?

Ein besonders positiver Effekt der Teilnahme war, dass ich viele der gelernten Inhalte und der zur Verfügung gestellten Materialien sofort in meinen eigenen Online-Seminaren an der Universität verwenden konnte. Meine Kurse wurden dadurch viel interessanter, kurzweiliger und interaktiver. Dies führte zu sehr positiven Feedbacks auf Teilnehmerseite, was mich sehr freute. Dieser nachhaltige Erfolgsfaktor motiviert mich bis heute und beeinflusst mein (Berufs-)Leben daher sehr positiv.

7. Planen Sie, als interkultureller Trainer tätig zu sein?

Derzeit bin ich beruflich stark ausgelastet, aber perspektivisch kann ich mir eine interkulturelle Trainertätigkeit sehr gut vorstellen. Vor allem der Aspekt der Selbstständigkeit und der räumlichen und zeitlichen Flexibilität durch die Online-Formate reizt mich.

Interkulturelles Training und Corona

8. Welche Vorteile sehen Sie in der Online-Trainerzertifizierung? Hätten Sie auch an der Trainerzertifizierung teilgenommen, wenn sie nur vor Ort stattgefunden hätte?

Der Vorteil der Online-Zertifizierung ist natürlich die räumliche Unabhängigkeit und die Möglichkeit, sich die aufgezeichneten Seminare immer wieder anzuschauen und nicht sofort Verstandenes zu wiederholen oder zu vertiefen. Man spart dadurch viel Zeit, Geld und Stress (gerade, wenn man eine weitere Anreise hat) und kann in der gewohnten Umgebung lernen.

Da ich in Shanghai lebe, hätte ich an der Trainerzertifizierung im Präsenzmodus nicht teilnehmen können. Von daher ist die Online-Trainerzertifizierung (für mich) eine sehr gute Alternative und Ergänzung, zumal sie neue Lern-Räume und schnelle Kommunikations-Tools eröffnet, die es in der Präsensphase in dieser Form nicht gibt (Chats, Breakout-Sessions etc.). Durch das digitale Lernen hatte ich das Gefühl, „dichter dran“ zu sein und direkter interagieren zu können.

Tipps für angehende interkulturelle Trainer*innen

9. Welche Fachliteratur können Sie empfehlen, um sich mit dem Thema „interkulturelles Training“ vertraut zu machen?

Dagmar Kumbier, Friedemann Schulz von Thun: „Interkulturelle Kommunikation: Methoden, Modelle, Beispiele“

Jürgen Bolten: „Einführung in die interkulturelle Wirtschaftskommunikation“

Erin Meyer: “The Culture Map, Decoding How People Think, Lead, and Get Things Done Across Cultures”                                                                                           

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