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Glossar: Interkulturelles Training

1. Was ist Interkulturelles Training?

Interkulturelles Training ist eine Maßnahme, um die internationale Zusammenarbeit zu verbessern. Diese ein- bis zwei-tägigen Trainings dienen dazu, Stereotype und Vorurteile abzubauen und sich der eigenen Kultur bewusst zu werden.

Kultur prägt unser gesamtes Denken und Handeln und unseren Blick auf die Welt. Sie bestimmt, was für uns normal ist – und was uns merkwürdig vorkommt. In internationalen Begegnungen treffen mehrere Kulturen aufeinander – und oft stellt man da erst fest, dass das, was ich für normal gehalten habe, für andere Menschen offenbar gar nicht so normal ist. Doch es gibt Methoden und Werkzeuge, mit diesen Unterschieden umzugehen. Und diese lernt man in einem interkulturellen Training.

Der Inhalt eines Trainings unterscheidet sich, je nach Kontext: benötigt man ein Training, das auf eine bestimmte Zielkultur zugeschnitten ist, oder geht es insgesamt um die Mechanismen, die für alle Kulturen gelten?

2. Wofür braucht Mensch interkulturelles Training?

Ein internationales Arbeitsumfeld kann aufregend und bereichernd sein. Unterschiedliche Arbeits- und Kommunikationsformen können allerdings dazu führen, dass die Zusammenarbeit ins Stocken gerät. Dadurch kann die Unzufriedenheit wachsen und die Kooperation erschwert werden.

Auch wenn die Kultur der beteiligten Personen in der Regel nicht der alleinige Grund für einen Konflikt ist, kann es sich lohnen, hier anzusetzen. Schließlich läuft es in verschiedenen Kulturen einfach anders: Es herrschen unterschiedliche Kommunikationsformen vor, Erwartungen an Führungskräfte können sich unterscheiden, oder Arbeitsweisen weichen voneinander ab. Diese werden in einem interkulturellen Training betrachtet und eingeordnet.

3. Wer genau braucht ein interkulturelles Training?

Ein Interkulturelles Training lohnt sich in vielen Fällen, immer Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenarbeiten. Sei es in internationalen Teams, deren Mitglieder*innen auf der ganzen Welt verteilt sind, oder bei einer internationalen Geschäftsübernahme; sei es, wenn Mitarbeitende aus ihrer Heimat in ein anderes Land versetzt werden, um dort die Geschäfte einer Zweigstelle zu führen, oder vor einer wichtigen Geschäftsreise oder dem Empfang einer hochrangigen Delegation aus einem anderen Land: eine gute Vorbereitung auf die Begegnung kann den Unterschied ausmachen. Sie können die Reibungsverluste in internationalen Teams reduzieren, und dafür sorgen, dass die Erwartungen realistisch bleiben.

Wird ein*e Mitarbeiter*in ins Ausland entsendet, so empfiehlt sich auch hier, eine interkulturelle Vorbereitung vorzuschalten. Denn auch, wenn es sich um das gleiche Unternehmen handelt, das Land bekannt ist, oder man die Landessprache gut beherrscht, so erlebt man im Arbeitsalltag oft Überraschungen. Wenn dann die beruflichen Anforderungen hoch sind, ggf. wichtige Verhandlungen anstehen, so kann der optimistisch begonnene Aufenthalt schnell gefährdet sein.

4. Was passiert in einem Interkulturellen Training?

In einem interkulturellen Training geht es um 3 Dinge:

  • Den Erwerb von Wissens
  • Das Entwickeln von Einstellungen
  • Das Erlangen von Kompetenzen

Ein interkulturelles Training soll fit für Leben und Arbeiten in der Zielkultur machen. Dafür werden neben grundlegenden landeskundlichen Fakten auch zahlreiche andere Inhalte vermittelt. Wichtige Inhalte sind z.B. Einblicke in die Geschichte, die z.T. Einstellungen und Verhalten der Menschen erklären können.

Auch einige Do’s und Don’ts gehören oft dazu, jedoch machen sie in der Regel nicht den Hauptanteil aus. Viel wichtiger als solche konkreten Regeln, die meist auf ganz spezielle Situationen zugeschnitten sind, ist es, einen Einblick zu geben, welche grundlegenden Werte und Einstellungen dem Verhalten zugrunde liegen – und zwar dem eigenen als auch dem fremden. Denn erst, wenn man dies versteht und einen Einblick in die Wirkung von Kultur auf das Denken und Handeln hat, kann man interkulturell kompetent handeln. Daher ist es auch wichtig, dass nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern die Teilnehmer*innen auch Kompetenzen erlernen, die ihnen möglichst auch in anderen interkulturellen Situationen helfen können. Dazu gehört auch, sich selbst und seine eigene Kultur nicht so wichtig zu nehmen und offen zu sein dafür, wie Menschen in anderen Kulturen handeln. Denn es ist nicht besser oder schlechter – es ist nur anders.

5. Könnte ich nicht auch einfach ein Fachbuch lesen?

Ganz klare Antwort – nein!

In einem Buch kann man zwar Fakten lernen und vielleicht ein paar Do’s & Dont’s erfahren, doch erfordert interkulturelles Handeln so viel mehr als das! Ein Training kann darüber hinaus zu einem tieferen Verständnis führen. Je interaktiver und erlebnisbasierter das Training ist, desto nachhaltiger ist das Lernergebnis für die Teilnehmer*innen. Auch ist jede Situation anders. Trainer*innen können individuell auf Fragen und konkrete Probleme eingehen. Sie kennen das Arbeits- und Privatleben des Ziellandes gut und können praktische Tipps und Hinweise aus erster Hand geben. Außerdem können gezielte Übungen eine interkulturelle Situation gut simulieren und damit die Möglichkeit geben, Handlungsstrategien in einem geschützten Rahmen auszuprobieren.

6. Wer sind meine Trainer*innen?

Die Trainer*innen der Carl Duisberg Centren sind ausgewiesene interkulturelle Expert*innen und verfügen über intensive Erfahrungen in der Zielkultur – inklusive Arbeitserfahrungen im zielkulturellen Umfeld. Sie kennen Land und Leute aus eigener Erfahrung und können daher kompetent und nah am Leben beraten. Sie sind methodisch und didaktisch hochkompetent.

In unserer hauseigenen Trainerzertifizierung haben wir bis jetzt fast 150 Trainer*innen selbst ausgebildet. Unsere Anforderungen an die Qualität unserer Trainings ist hoch, sodass wir intensiv in die Aus- und Weiterbildung unserer Trainer*innen investieren. Wir bieten Workshops zu den unterschiedlichsten Themen und Methoden an, mit denen wir unserem großen Netzwerk an freiberuflichen Trainerinnen und Trainern die Möglichkeit geben, sich in den unterschiedlichsten Bereichen auf den aktuellen Stand bringen zu lassen.

Sind Sie fit für die interkulturelle Zusammenarbeit? Erfahren Sie mehr zum Thema interkulturelles Ländertraining!

Oder sichern Sie sich jetzt einen Platz in unserer Virtual HR Lunch Break: Interkulturelles Coaching am 21. September von 12:30-13:30 Uhr. Stellen Sie unseren Expert*innen Ihre Fragen und erfahren Sie, wie Sie interkulturelle Herausforderungen erfolgreiche meistern.

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