Beitrag teilen

Interkulturelle Trainer*in – eine Karrierechance?

Auf dem Weiterbildungsmarkt sind sie gefragt wie nie: Interkulturelle Trainer*innen.
Denn die Internationalisierung geht weiter, auch in Zeiten der Pandemie. Ob international erfahrene Expert*innen, Coaches, Sprachtrainer*innen oder Moderator*innen – für viele unterschiedliche Menschen ist das Berufsfeld Interkulturelles Training attraktiv und die Möglichkeiten sind breit gefächert. Doch was müssen interkulturelle Trainer*innen können? Wie sieht ihre Tätigkeit aus? Und wie werde ich interkulturelle*r Trainer*in? Christine Hottenrott, Projektleiterin für die Interkulturelle Trainerzertifizierung bei den Carl Duisberg Centren, gibt Einblicke in das Berufsfeld des/der Interkulturellen Trainer*in.

Arbeitsfeld Internationalisierung
Kernkompetenzen
Karrierechancen

Arbeitsfeld Internationalisierung

Das größte Tätigkeitsfeld ist die Begleitung von Firmen in ihrem Internationalisierungsprozess. Bedarf für Training und Beratung besteht zum Beispiel bei internationalen Projekten, Fusionen oder Entsendungen ins Ausland. Entsandte und ihre Familien werden durch interkulturelle Trainer*innen auf die dortigen Aufgaben vorbereitet. Mit Workshops und Trainings unterstützen sie die Zusammenarbeit in multikulturellen Teams.

Ein Beispiel: Frau H. übernimmt eine neue Aufgabe in den USA. Mit ihrem Mann und zwei Kindern wird sie für drei Jahre dorthin entsendet.  Eine interkulturelle Trainerin bereitet sie auf den Aufenthalt vor. Es geht um die Arbeitskultur vor Ort, den Kulturschock, Alltagsleben in den USA als Expat, Schulsysteme aber auch um Tipps für die Jobsuche des mitreisenden Partners. Die Familie ist dankbar für die Möglichkeit, alle Fragen mit einer kompetenten Trainerin durchsprechen zu können und geht gestärkt und motiviert in die neue Herausforderung.

Global Leadershiptrainings unterstützen Führungskräfte bei der Entwicklung neuer Strategien, um mit Mitarbeiter*innen unterschiedlicher Kulturkreise effektiv zu kommunizieren und multikulturelle Teams zu größtmöglicher Leistungsfähigkeit zu führen. Indem Trainer*innen interkulturelle Kompetenz vermitteln, leisten sie einen großen Beitrag dazu, die Zusammenarbeit über kulturelle Grenzen hinweg reibungsloser und effizienter zu machen.

Welche Kernkompetenzen sollte man mitbringen?

1. Internationale Erfahrung
Um interkulturelle Kompetenz zu vermitteln, sollte man selbst internationale Erfahrung gesammelt haben. Die meisten interkulturellen Trainer*innen haben längere Zeit im Ausland gearbeitet oder gelebt, haben selbst dort ihre Wurzeln oder sind binational. Häufig haben sie dadurch einen Länderschwerpunkt, manche haben berufliche Erfahrungen mit vielen Kulturen.

Für Trainings in Unternehmen reicht es dabei nicht, nur an der Universität studiert oder geforscht zu haben. Es wird viel Wert auf eigene Arbeitserfahrung und Kenntnis der Businesskultur gelegt.

2. Didaktische Fähigkeit
Fast genauso wichtig ist die didaktische Fähigkeit, Menschen interkulturelle Aha-Erlebnisse zu verschaffen. Es gilt, sie zu motivieren, sich zu öffnen, Spaß am Neuen und Interesse an der „fremden“ Kultur zu entwickeln. Ziel ist, dass sich Kommunikation verbessert und das eigene Verhalten auf den Prüfstand gestellt wird. Das geht nicht ohne den Blick für die eigene kulturelle Brille zu schärfen.

Interkulturelle Trainer*innen müssen Trainingsteilnehmenden auch mal über einen Widerstand gegenüber dem Fremden oder der Scheu vor Selbstreflexion hinweghelfen. Das braucht eine ganz besondere Methodik.

Interkulturelles Training arbeitet mit einer großen Vielfalt von Methoden: Simulationen, Kommunikationsübungen, Fallanalysen, Selbsteinschätzungsübungen. Die Teilnehmenden sind stets aktiv. Die Methoden lernt man am besten in einer interkulturellen Trainerausbildung.

Kein interkulturelles Training ist wie das andere, Inhalt und Methodik muss immer auf die konkreten Lernbedarfe zugeschnitten werden. Für die Trainer*innen heißt das, sie brauchen Erfahrung, um die Teilnehmenden richtig einzuschätzen, die richtigen Fragen und Methoden auszuwählen.

3. Interkulturelle Theorien
In einer interkulturellen Trainerausbildung erfährt man auch das Wichtigste über interkulturelle Forschung und Theorie. Diese müssen bekannt sein, auch wenn sie im Training selbst keine prominente Rolle spielen.

4. Virtuelle Trainingskompetenz
Ohne virtuelle Trainingskompetenz geht es heute nicht mehr. Interkulturelle Trainer*innen beherrschen verschiedene digitale Trainingsformate und bewegen sich sicher im virtual classroom. Die interkulturelle Methodik kann auch im VC abgebildet werden. Auch wenn Präsenztraining eines Tages wieder möglichst: Onlinetraining und -coaching bleiben.

Die Carl Duisberg Trainerzertifizierung  bietet große Themenvielfalt, eine Ausbildung in online und Präsenzmethodik, interkulturelle Theorie und Forschung und die Gelegenheit, selbst die Trainer*innenrolle auszuprobieren. Unsere renommierte Trainerzertifizierung gibt es daher im Blended Learning-Format und als reine Online-Weiterbildung.

 

Welche Karrierechancen habe ich als zertifizierte*r interkulturelle*r Trainer*in?

Das Berufsfeld Interkulturelle*r Trainer*in ist vielfältig. Unsere Absolvent*innen wirken als Trainer*in, als Moderator*in, als Prozessbegleitung und vieles mehr. Sie können angestellt oder freiberuflich arbeiten. Ihr Know-how benötigen Unternehmen, Organisationen, Institute oder Behörden, die international agieren oder eine multikulturelle Belegschaft haben.

Sie haben weitere Fragen zu den Berufschancen des/der interkulturellen Trainer*in? Sprechen Sie uns gerne an!
 

Beitrag teilen