
7 Tipps für den Einkauf interkultureller Trainings
Worauf muss ich bei der Auswahl eines Trainingsanbieters achten?
Der Bedarf an interkulturellen Trainings ist nach wie vor vorhanden. Es gibt viele Anbieter auf dem Markt. Daraus den für Sie passenden auszuwählen ist nicht so einfach. Wir zeigen, worauf man achten sollte.
Ja, man braucht immer noch interkulturelle Trainings, trotz der immer stärkeren internationalen Verflechtungen und auch trotz KI! Menschen möchten auch heute noch lernen, sich in fremden Kulturen sicher zu bewegen. Firmen entsenden Mitarbeiter*innen an internationale Standorte, starten Outsourcingprojekte am anderen Ende des Globus und Mitarbeitende finden sich in kulturell diversen Teams wieder. In all diesen Szenarien wird interkulturelle Kompetenz dringend benötigt.
Aber kann KI das nicht lösen? Künstliche Intelligenz kann vieles und ist ein praktisches Tool. Aber KI bietet meist Mainstream-Informationen an. Sie ist nicht neutral und käut mitunter auch Vorurteile wieder. Es ist schwierig, eine dauerhafte und einheitliche Qualität sicher zu stellen angesichts der Massen von falschen und gefährlichen Informationen, die im Internet vorhanden sind und auf die die Modelle sich beziehen. Die Gefahr, Stereotype und Fakenews zu erhalten ist sehr groß. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter*innen nicht mit der KI allein!
Kompetenzen erwirbt man durch Praxis
Vor allem: Interkulturelle Kompetenz bedeutet nicht, Informationen zugänglich zu haben. Wichtige didaktische Ziele im Training sind auch die Reflexion der eigenen kulturellen Prägung, eine offene Haltung auszubilden und die Bereitschaft, sich mit Fremden und neuen Dingen zu befassen und aktiv auseinander zu setzen. Um das zu erreichen, nutzen wir im interkulturellen Training eine spezielle Methodik: es wird permanent experimentiert und sehr viel mit Fallbeispielen gearbeitet. Im interkulturellen Training verlassen Teilnehmende ihre Komfortzone, sie probieren unangenehme Situationen aus und haben dabei den größten Lerneffekt. Das wichtigste Ziel im interkulturellen Training ist es, praktische Handlungskompetenz im Umgang mit einer oder mehreren bisher unbekannten Kulturen zu erwerben.
Wenn diese nachhaltig sein soll, dann brauchen wir Menschen. Wir bei Carl Duisberg GmbH arbeiten mit Experten zusammen, deren Kompetenz wir vorher sichergestellt haben: interkulturelle Trainer*innen und Coaches mit jahrelanger Erfahrung. Sie führen die Übungen und Simulationen durch, die das Training für die Teilnehmenden zu einem Erlebnis machen. Sie sind die Vorbilder, an denen auch erfahrene Fachkräfte sich orientieren wollen. Ihre Autorität wird akzeptiert wird und man empfiehlt sie anschließend gern weiter.
Hier sind die wichtigsten Punkte, die man beachten muss, wenn man ein interkulturelles Training einkaufen will:
1️⃣ Klären Sie das Lernziel genau
Mit den Teilnehmenden muss genau besprochen werden, was mit dem Training oder Coaching erreicht werden soll, z.B. welche konkreten Herausforderungen bearbeitet werden sollen. Die interkulturelle Agentur oder der/die Trainer*in sollte hinsichtlich der Zieldefinition beraten, auch damit genügend Zeit eingeplant wird und die Gruppengröße passt. Je präziser das Ziel definiert ist, desto besser. Ein guter Anbieter sorgt dafür, dass die Trainerin/der Trainer alle notwendigen Informationen für die Planung bekommt.
2️⃣ Achten Sie auf die Methodik
Ein gutes interkulturelles Training enthält erlebnisorientierte Lernformen. Neben Wissensvermittlung braucht es Simulationen, Fallbeispiele, Perspektivwechsel und Übungen, die die Teilnehmenden bewusst aus ihrer Komfortzone holen. Erst durch dieses Experimentieren entsteht die Fähigkeit, sich in neuen Situationen sicher und flexibel zu bewegen.
3️⃣ Prüfen Sie die Kompetenz der Trainer*innen
Die Qualität eines interkulturellen Trainings hängt stark von der Person ab, die es durchführt. Trainer*innen sollten selbst mehrjährige internationale Erfahrung mitbringen, im Falle eines länderspezifischen Trainings in dem Land, das im Fokus steht, mdst. 1 Jahr gelebt haben. Sie sollten eine zertifizierte interkulturelle Trainerausbildung absolviert haben und seit Jahren Trainings leiten. Menschen wollen authentische Trainer*innen, die Situationen aus eigener Erfahrung kennen.
4️⃣ Bewerten Sie den Praxisbezug
Ein hochwertiges Training übersetzt kulturelle Dynamiken in konkretes Verhalten. Es vermittelt zum Beispiel, wie man ein schwieriges Gespräch mit einem Partner in Indien führt, wie Vertrauen in globalen Teams entsteht oder wie man mit indirekter Kommunikation umgeht. Ausgangspunkt für die Wahl der Inhalte ist der Transfer in den Arbeitsalltag. Durch ein Needs Assessment geben die Teilnehmenden im Vorfeld ihren Bedarf und Ihre Interessen an den/die Trainer*in, um ein individuelles Trainingsdesign zu ermöglichen.
5️⃣ Verlangen Sie Nachhaltigkeit: Was passiert nach dem Training?
Interkulturelle Kompetenz entsteht nicht in einem einzigen Training. Nachhaltige Angebote beinhalten Follow ups, Coaching, Transferaufgaben oder Materialien, die die Teilnehmenden im Alltag unterstützen. Ein Anbieter, der es ernst meint, begleitet den Lernprozess über den Trainingstag hinaus und sorgt dafür, dass die Kompetenz wirklich verankert wird.
6️⃣ Bewerten Sie den Einsatz von KI realistisch
KI kann unterstützen, aber sie ersetzt kein interkulturelles Training. Sie liefert häufig Mainstreamwissen, reproduziert Stereotype und kann keine offene Haltung, Empathie oder Selbstreflexion vermitteln. Auch die Fähigkeit, unangenehme Situationen zu simulieren und echte Lernprozesse auszulösen, bleibt Menschen vorbehalten. Ein seriöser Anbieter nutzt KI ergänzend, nicht als Ersatz für menschliche Expertise.
7️⃣ Achten Sie auf Erfahrung und Kompetenz beim Anbieter
Ein gutes Angebot zeigt genau, was Sie bekommen: Dauer, Format, Gruppengröße, Zielgruppe, Lernziele, Methodik, Trainerprofil und Preis sollten eindeutig beschrieben sein. So erkennen Sie schnell, ob das Training zu Ihrem Bedarf passt und ob der Anbieter professionell arbeitet. Lesen Sie auch genau, was der Anbieter über sich schreibt:
• Hat er genug erfahrenes Personal für das Seminarmanagement?
• Führen seine Berater*innen ein persönliches Vorgespräch um Ihre Lernbedarfe zu ermitteln?
• Wie schnell reagiert der Anbieter auf Anfragen oder bei Problemen?
• Wie viele Trainer*innen hat er im Pool und was sind die Auswahlkriterien?
• Bildet der Trainingsanbieter selbst interkulturelle Trainer*innen aus?
• Wie lange ist er am Markt und welche anderen Kunden hat er erfolgreich bedient?
