
„Ich brauche kein interkulturelles Training mehr, ich frage einfach Chat GPT!“
Könnte interkulturelles Training durch KI ersetzt werden ? Hier kommt die Meinung von Teilnehmer*innen und Expert*innen
Künstliche Intelligenz kann heute fast alles. Da könnte sie auch ein interkulturelles Training ersetzen, oder?
Kurz gesagt: Nein. In einem richtig guten interkulturellen Training durchläuft man einen tiefgreifenden Entwicklungsprozess! Man lernt viel über sich selbst, gewinnt neue Perspektiven und lernt, Dinge mit anderen Augen zu sehen. Ja, dafür muss man auch sein Wissen erweitern, aber das ist der kleinere Teil.
Besondere Methodik
Interkulturelle Trainings nutzen eine besondere erlebnisorientierte Methodik: in speziell dafür entwickelten Spielen verlässt man die Komfortzone des Gewohnten und Vertrauten. Manchmal wird man richtig herausgefordert und genau da beginnt Lernen!
Ein Beispiel: Man kann tausend Artikel über Small Talk lesen – oder man erlebt live, wie unangenehm der erste Versuch wirklich ist. Interkulturelle Kompetenz entsteht durch echtes Erleben, Mitfühlen und gemeinsames Ausprobieren.
Menschen lernen von Menschen
E erfahrene interkulturelle Trainer*innen schaffen Situationen, in denen Teilnehmende mit- und voneinander lernen. Manchmal provozieren sie auch, erklären, holen ab, helfen über Widerstände hinweg. Sie merken sofort, wenn etwas „im Raum hängt“, greifen es auf und machen daraus eine wertvolle Lernchance. Kann das die KI? Wohl eher nicht.
Schließlich sind wir Menschen und wir wollen von anderen Menschen lernen, nicht von Avataren. Trainings mit menschlichen Trainer*innen sprechen alle unsere Sinne an und bieten Raum für tiefere und intensivere Begegnungen. Das ermöglicht nachhaltiges Lernen und ganz wichtig: Handlungskompetenz!
Trainerin als Vorbild - Erfahrung kann man nicht downloaden
Ein richtig gutes Beispiel ist unsere Trainerin Nancy Rienow: Die Amerikanerin lebt in Deutschland und ist zertifizierte Trainerin und Coach für interkulturelle Kompetenz aus Leidenschaft. Nancy unterstützt seit über 35 Jahren internationale Unternehmen und globale Teams bei der erfolgreichen Zusammenarbeit über Kulturgrenzen hinweg. Sie hat bereits mehr als 75 globale Teams begleitet, über 90 Online-Trainings für deutsch-amerikanische Firmenfusionen durchgeführt und mehr als 150 Expatriates auf Einsätze in Deutschland oder in den USA vorbereitet. Das sind echte Geschichten, echte Situationen und echte Emotionen! Nach so vielen Jahren als Trainerin erkennt man sofort, was Teilnehmende brauchen um ihr Lernziel zu erreichen und hat die geeigneten Methoden dafür. Das kann keine Maschine ersetzen.
Was die Teilnehmenden darüber denken
Teilnehmende bringen es oft selbst am besten auf den Punkt: ein besonders überzeugter KI-Nutzer war überrascht, dass das Training mit Nancy ihm doch viel gebracht hat.
„Ich bin ein technischer Typ und nutze KI-Tools ausgiebig, um mein Wissen über alles Mögliche zu erweitern. In diesem Zeitalter der Informationsflut, in dem man Dinge leicht online lernen kann, kann die Teilnahme an einer Live-Schulung manchmal überflüssig wirken.
Nancys kulturelles Training gestern hat mich irgendwie eines Besseren belehrt. Sie hat eine außergewöhnliche Arbeit geleistet und die gesamte Session von Anfang bis Ende lebendig und fesselnd gehalten. Sie ist wunderbar eloquent und hat die Feinheiten interkultureller Kommunikation perfekt beschrieben. Die Spiele, die wir gespielt haben, waren super interessant und haben viel praktischen Nutzen gebracht. Zwar war dieses Training auf Kundenbeziehungen ausgerichtet, aber ich denke, dass es uns auch hilft, die Kollegen, die aus anderen Kulturen stammen, besser zu verstehen. Es ist lange her, dass ich das Gefühl hatte, dass ein Training so wirklich seine Zeit wert ist. Das war wirklich wie ein frischer Wind. Volle Punktzahl für Nancy!“
Wenn jemand sagt „Ich liebe KI – aber DAS war besser“, ist eigentlich alles gesagt.
Fazit
KI kann viel, aber gerade bei sensiblen und individuellen Themen können Menschen doch immer noch besser von Menschen lernen. Interkulturelles Lernen ist Personalentwicklung, auf die jede Firma oder Institution, die internationale Kunden, Standorte oder Mitarbeiter*innen hat, einen Schwerpunkt legen sollte. Hier sollte man investieren, um richtig gute, nachhaltig wirksame Lernprozesse auszulösen und Mitarbeitende darin zu unterstützen, in dieser dynamischen und multidimensionalen Welt besser zurecht zu kommen. Hier zu sparen, ist am falschen Ende gespart.
